Klein aber fein – Das Appletree Garden Festival

13. August 2009 | 11:46

Klein aber fein – Das Appletree Garden Festival

Autor: brit

Vom 31.07. bis zum 01.08. fand im Diepholzer Stadtpark das neunte Appletree Garden Festival statt und bot den Besuchern das eine oder andere Highlight. Hier folgt nun ein Rückblick auf das schönste kleine Festival des Jahres

Klein aber fein. So lautet wohl auch die Devise des Appletree Garden Festivals in Diepholz. Denn während Publikumsmagneten wie das Hurricane oder Rock am Ring ein Highlight nach dem Anderen verkünden, bricht das Appletree Garden einen Rekord. Seinen eigenen, kleinen Besucherrekord. Ganze 1800 musikbegeisterte Festivalbesucher werden auf der kleinen, von Bäumen umringten Lichtung im Diepholzer Stadtpark gezählt. Bei dem Line-up ist das aber auch kein Wunder! Deutschlandweit gefeierte Newcomer wie Friska Viljor oder Bonaparte und alte Hasen wie Tiger Lou stehen an diesem Wochenende auf der Bühne und bringen das Publikum zum kochen. Nachdem an den beiden Nachmittagen unter Anderem Banana Roadkill, Super 700 oder Beat!Beat!Beat! einheizen, folgen zu späten Abendstunden Clickclickdecker oder die Handsome Furs.

Erstere sind am Samstag die erste Band die den Pulk vor der Bühne zum tanzen und mitsingen bringt. Die deutschen Texte der vier hamburger Jungs haben es in sich. Lyrische Meisterwerke die einem Puzzle aus Zitaten und Weisheiten gleichen. Nach dem Auftritt ist die Nachfrage nach Shirts und Autogrammen groß. Clickclickdecker haben nach diesem tollen Auftritt wohl einige neue Fans dazugewonnen.

Das kanadische Ehepaar der Handsome Furs stellt nach dem eher ruhigen Konzert ihrer Vorgänger die Bühne auf den Kopf. Alexei Perry springt und wirbelt herum während sie den Synthesizer bedient und auch ihr Mann tut es ihr gleich. Begeisterung bei den Festivalbesuchern nachdem die Handsome Furs mehrere Male überglücklich verkünden, dass das Appletree Garden Festival das tollste Festival sei auf dem sie je waren.

Die sieben Dänen von Dúné waren wohl für viel der Hauptgrund das Festival zu besuchen, denn als der Moderator verkündet dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht spielen können herrscht Totenstille auf der kleinen Lichtung im Diepholzer Stadtpark. Doch ein Ersatz der für Begeisterung sorgt ist schnell organisiert: die fünf Engländer von den Eight Legs ersetzen Dúné. Mit Songs aus sowohl ihrem alten, als auch aus ihrem neuen Album rocken sie die Bühne. Hier und dort wird mitgesungen-anscheinend sind doch ein paar Eight Legs Fans da.

Nun folgt etwas ganz Besonderes. Ein Abschied. Die Schweden von Tiger Lou stehen vorerst das letzte Mal auf dr Bühne. Auf ihrer Homepage verkündeten sie vor dem Auftritt in Diepholz, dass sie sich für unbestimmte Zeit trennen würden. Besonders das weibliche Publikum scheint sentimental, doch als Sänger Rasmus Kellermann verkündet „Just for the record: This is not the end of Tiger Lou, it’s the fucking beginning“ kommt Erleichterung auf. Trotzdem oder grade deswegen ein grandioser letzter Auftritt von Tiger Lou.

Und dann das große Finale: Bonaparte! Mittlerweile ist der verrückte Haufen musikwütiger Verkleideter bekannt wie ein bunter Hund. Selbst auf Quentin Tarantinos Geburtstagsparty spielten sie schon. Mit auf der Bühne haben die vier Musiker in Tierkostümen eine halbnackte Tänzerin die Äpfel, Götterspeise und Bananen ans Publikum verteilt, ein Häschen das eine Torte in die Menge wirft und einen verrückt tanzenden Clown. „Do you wanna party with the Bonaparte?“ schallt es aus den Boxen und den Kehlen der tanzenden und tobenden Festivalbesuchern. Mit ihrer großartigen Show bieten Bonaparte wirklich einen großartigen Abschluss für das schönste Festival des Jahres.

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