Summer Breeze 2009

31. August 2009 | 21:08

Summer Breeze 2009

Autor: Hoekie

So hatte sich wohl niemand die „Sommerbrise“ vorgestellt, als Sturmböen und Platzregen die ersten Pavillons und Zelte abrissen. Doch der wahre Sturm sollte erst am Nachmittag folgen, wenn die pure Freude am Metal das bayrische Dinkelsbühl erbeben lässt.

Namenhafte Acts wie Opeth, Amon Amarth, Cantus Buranus, Volbeat und J.B.O. Versprachen schon im Vornherein „ne fette Paaaaarty“, bei der die Pommesgabeln endlich wieder aus den Fritten in die Luft gestreckt werden dürfen!

Die Organisation

Keine Staus, Bändchen abholen, Bier ans Kinn und es darf gefeiert werden! Ähnlich wirkte das mittlerweile riesige Festival gleich nach der Ankunft schon recht gut durchdacht.

Dennoch erweckte das frisch geöffnete Dosenbier („Zischhh!“ statt „Plopp!“) eine wehmütige Stimmung in mir, musste ich den am Vortag gekauften Kasten doch glatt gegen Dosenplörre eintauschen. Das Flaschenverbot hatte ich als Wackengänger tatsächlich bis zur letzten Minute übersehen…

Naja, Met ins Horn und ab ins Merch-Paradis! Das typisch geile Festivalbild: Viele Stände locken – so wie es sich gehört – mit Shirts, Viking-, Gothicaccesories et cetera p.p., die zu stark schwankenden Preisen angeboten wurden.

Und Eines fiel sofort auf: Nur der offizielle SB-Stand durfte Bandshirts der eigenen Acts verkaufen, während der „Konkurrenz“ dies untersagt war und man sich als Fan an deren Ständen totsuchen konnte. Auch hatte es zur Folge, dass von einigen Bands (z.B. Top-Act Katatonia) gar keine Kleidung vorhanden war, was vermutlich auch mit dem eigenen Management zu tun hat.

Um nun schließlich das Festivalgelände zu erreichen, war ich gezwungen im Schlangenpfad um die genannten Stände zu gurken. Eine direktere Verbindung zur Festivalarea und ein separater Shoppingbereichwären insofern manches Mal praktischer gewesen („ich geh mal SCHNELL vor die Bühne“).

Auf der anderen Seite, darf neben diesen Kleinigkeiten jedoch nicht vergessen sein, dass beim Summer Breeze überraschend viel passte. Das Billing war super aufeinander abgestimmt (Samstag spielten beispielsweise mehr „Ballerbands“ als in den Vortagen), was sich vor allem für die Eintageskartenkäufer gelohnt haben sollte, und die Sanitären Anlagen (für alle Stehpinkler und Heimscheißer: ja, auch das wird organisiert!) waren gut verteilt auf dem Campingplatz aufzufinden. Und ein paar Schlangen vor den Duschen wird ja wohl jeder verkraften können.

Ein letztes Lob geht auch an die Hilfskräfte wie die Securities, die ich nur äußerst aufgeschlossen angetroffen habe, und auch die Malteser (also der Rettungsdienst) gaben eine gute Figur ab, obwohl sie leider manchmal auf aggressive Gegenwehr der Verletzten trafen.

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