Rückblick auf das Hurricane Festival 2010

22. Juni 2010 | 10:00

Rückblick auf das Hurricane Festival 2010

Autor: Hoekie

70.000 Menschen besuchten am vergangenen Wochenende das Hurricane Festival in Scheeßel. Neben 79 Bands, die während der 3 Tage auf insgesamt 4 Bühnen ihre Musik zum Besten gaben, gab es viele weitere Extras rund ums Festival.

Zum 14. Mal fand das Hurricane Festival im Norddeutschen Scheeßel statt. Bereits am vergangenen Donnerstag füllten zehntausende Besucher die Park- und Campingplätze, was zu ernormen Wartezeiten an den Eingängen zum Campinplatz führte.

Genervte und angestrengte Gesichter waren aber spätestens beim Konzert von Egotronic auf dem Red Bull Tour Bus nicht mehr zu sehen. Schon am Donnerstagabend spielten die drei Berliner auf dem Campingplatz und brachten die bereits am Nachmittag angereisten Festivalbesucher zum Raven.

Spätestens am Freitag vor Festivalbegin lautete es dann “Raven für Deutschland”, denn anlässlich der Fußball WM versammelten sich viele tausend Menschen beim Public-Viewing vor dem Camping-Platz. Die zunächst gute Stimmung und die Hoffnung auf einen weiteren Sieg der deutschen Elf erhielten einen starken Dämpfer nach der mäßigen Leistung.

Dieses Stimmungtief legte sich aber relativ schnell, nachdem um 15.30 Uhr der Startschuss auf dem Festival zusammen mit Biffy Clyro fiel. Anschließend ging es weiter mit Bands wie Jennifer Rostock, Enter Shikari und Paramore, dessen Sängerin mit leuchtend orangen Haaren für aufsehen sorgte, sowie vielen weiteren.

Am frühen Abend sorgten dann zunächst Madsen für gute Stimmung vor der Green Stage. Danach gaben die Dropkick Murphys richtig Gas und gehörten so zu einem der Highlights unserer Redaktion.

Weiter ging es dann mit den Beatsteaks, die das vorzeitige Ende vor der Green Stage verkündeten. Auf der Blue Stage ging es jedoch noch bis weit in die Nacht mit Mando Diao weiter.

Am Samstagmittag ging es auch schon weiter, während bei dem ein oder anderen auf dem Campingplatz wohl noch die Vertreibung der Katerstimmung höhere Priorität hatte. Doch spätestens zu Jack Johnson fühlte sich der Bereich vor der Blue Stage mit Menschen, die den hauptsächlich ruhigen Klängen des Musikers folgten.

Am Abend kam es dann zum ersten Mal zu weniger schöne Szenen auf dem Festivalgelände: Die Electroband Frittenbude zog so viele Besucher in das Zelt der White Stage, dass es aus Sicherheitsgründen von der Security mit Hilfe der Polizei geräumt werden musste und die Bühne für den restlichen Abend gesperrt blieb. Die Auftritte von Boys Noize, Frittenbude und Erol Alkan konnten nicht mehr stattfinden. Die Musiker haben aber bereits jetzt ihre Zusage für das nächste Hurricane Festival geleistet.

Trotz alledem ging es auf den anderen Bühnen mit Billy Talent und Massive Attack weiter, die noch am nächsten Tag von den Besuchern gelobt wurden und in aller Munde waren.

Am Sonntag dann auch wieder das selbe Bild wie schon am Samstag, so dass es auch hier wieder früh auf dem Festivalgelände los ging.

Hier konnten Deichkind am Abend nur mit einem mäßigen Konzert begeistern, so die Aussagen zahlreicher Besucher, die die Band schon häufiger besucht hatten. Auch The Strokes konnten absolut nicht begeistern, was wohl am körperlichen Zunstand durch übermäßigen Alkoholkonsum des Sängers Julian Casablancas lag. Hingegen begeisterten The Prodigy mit einem guten Konzert und einer atemberaubenden Lightshow. Auch Ignite, die während dessen auf der Roten Bühne spielten, konnten wie gewöhnt das Publikum überzeugen.

Das wars dann auch vom Hurricane 2010, dass wohl auch im nächsten Jahr wieder viele tausende Besucher mit tollen Bands locken wird.

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