German Metal Attack in Braunschweig: Bei Grave Digger brannten die Sicherungen durch

4. Februar 2013 | 16:24

German Metal Attack in Braunschweig: Bei Grave Digger brannten die Sicherungen durch

Autor: Stefan

Grave Digger heizte gerade die Stimmung so richig an – da war es plötzlich still auf der Bühne: Die gesamte Ton- und Lichtanlage war ausgefallen ! Emsiges Bemühen hinter den Kulissen brachte zwar schnell wieder Saft in die Anlage doch kurz dannach fiel erneut der Strom aus. Die Totengräber verliesen konstaniert die Bühne, konnten dann aber doch noch das Konzert fortsetzen.

Grave Digger kann zurecht als das Heavy Metal Urgestein Deutschlands bezeichnet werden.
1980 gegründet hat die Band um den Leadsänger Chris Boltendahl viele Veränderungen durchgemacht und mit Hymnen wie “Heavy Metal Breakdown” oder “Wacken Will Never Die” Kultstatus erreicht.
Auf Wacken sind sie Stammgäste und feierten 2010 mit zahlreichen Gästen ihr 30jähriges Bandjubiläum.

Ihr aktuelles Album “Clash Of The Gods” widmet sich der griechischen Mythologie, war schon lange als Konzeptalbum geplant und hat daher keine Bezüge zur Diskussion um Griechenland.
In der aktuellen Besetzung mit Axel Ritt an der Gitarre scheint Grave Digger wieder zur alten Spielfreude zurück gefunden zu haben und ist zur Zeit auf der “German Metal Attack Tour 2013″.

Wie Chris Boltendahl in verschiedenen Interviews erklärte, möchte Grave Digger das Konzept der German Metal Attack Tour längerfristig etablieren. Das Konzept sieht vor, dass an einem Abend ausschliesslich deutsche Heavy Metal Bands mit kürzeren Auftritten sich wie auf einem Festival präsentieren können bevor dann Grave Digger als Headliner den Abend beschliesst.
So spielen 2013 die deutschen Heavy Metal Bands Majesty, Gun Barrel und Wizard vor Grave Digger auf der “German Metal Attack Tour”.

Das Konzert in in Braunschweig fand in der rappelvollen Meiers Music Hall statt.
Pünktlich um 19:00 Uhr und ohne nervigen Soundcheck betrat die Kölner Band Gun Barrel die Bühne und legte knallhart los. Und dies schon vorab: Alle drei Bands die vor Grave Digger spielten nutzen ihre Zeit hervorragend, das war wirklich Heavy Metal auf höchstem Niveau. Wizard hatte dabei noch mit personellen Problemen im Vorfeld zu kämpfen und musste den Gitarristen und Bassisten kurzfristig ersetzen.
In kurzem Takt enterten dann Majesty und Wizard die Bühne und übergaben ein gut eingestimmtes Publikum an Grave Digger.

Das Licht ging aus, Keyboarder Hans-Peter Katzenburg betrat mit Totenschädelmaske die Bühne und spielte auf einem Akkordeon das Intro Charon vom neuen Album “Clash Of The Gods”.

Doch dann ging es Schlag auf Schlag: Grave Digger spielten insgesamt fünfzehn plus drei Songs, gut gemischt zwischen Bekanntem und Neuem. Die Fans dankten es mit grossem Support, oft wurde kräftig mitgesungen und auch der erwähnte Stromausfall wurde gesangstechnisch vom Publikum überbrückt.
Das Finale endete mit “Dark of the Sun”, “Home at Last” und “Rebellion”. In der Zugabe spielten Grave Digger dann zunächst “Yesterday”, untermalt von einer Diashow mit Erinnerungsfotos vergangener Tage. Mit dem Klassiker “Heavy Metal Breakdown” endete schliesslich das Konzert.

Insgesamt gab es über vier Stunden pralles Heavy Metal das keine Wünsche offen lies, in dieser Form kann sich das Konzept der German Metal Attack Tour durchaus durchsetzen.

Für Grave Digger heisst es nun aber bald die Koffer mit warmen Sachen zu packen: Verschiedende Konzerte in Russland stehen an – Grave Digger hat auch dort eine treue Fanbase !

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