Riverline verabschieden sich mit Knall

14. März 2013 | 17:08

Riverline verabschieden sich mit Knall

Autor: Jannes

Eine der erfolgreichsten ostfriesischen Hardcorebands der letzten Dekade löst sich auf. Doch statt eines stillen Begräbnisses auf Facebook gibt es am Freitag eine lautstarke Zeremonie im Auricher JuZ.

Klischeehaft könnte man von Auftritten auf Deichen und in Kuhställen schreiben und es wäre wahrscheinlich nicht einmal untertrieben. Riverline hat in den letzten fünf Jahren so ziemlich alles bespielt was ansatzweise eine Bühne und PA-Anlage vorzuweisen hat. Doch bis dahin war es ein weiter Weg.

Im März 2008 beschlossen Relikte zerbröckelnder lokaler Bands, u.A. All Riot, ihre kreativen Ströme nicht versiegen zu lassen und schufen das neue Projekt Riverline. Erzählungen von Zeitzeugen berichten noch heute von einer Singstar Party als offiziellem Startschuss.

Wer meint, dies wäre nicht die richtige Abschussrampe für eine erfolgreiche Hardcorekapelle sollte sich in den nächsten Jahren verwundert die Augen reiben. Der erste große Erfolg war die Eröffnung des Omas Teich Festivals 2009. Die Freude über den großen Schritt wurde im Vorfeld allerdings jäh getrübt als Drummer, Motivator und Motor der Band, Daniel Vollmer, einige Monate vorher tragisch aus dem Leben schied. Dies sollte die verbliebenen Bandmember und den von den “Sixpieces” engagierten Drummer aber nicht daran hindern, eine von Energie und Emotion durchsetze Show abzuliefern, die vielen Fans noch heute in Erinnerung sein müsste. Das bisher in “Riverline” gesteckte Herzblut sollte nicht umsonst gewesen sein – und war es auch nicht.

In den Folgejahren kam es immer wieder zu Umstrukturierungen in der Band, zum Anfang des neuen Jahrzehnts wurde es teilweise sogar sehr ruhig um sie. Das änderte sich 2011 schlagartig, als ein Ensemble aus Gründungsmitgliedern und Neubesetzungen die EP “The Return of the Sun präsentierten. Im Zuge dessen kam es zur zweiten erfolgreichen Bandphase, in der sich Auftritte im Vorprogramm zu internationalen Größen wie Intohimo oder Waterdown ergaben.

Nun also trotzdem das Ende. Natürlich fragt man sich da: Warum? Gitarrist und Bandurgestein Daniel Beckmann äußerte sich uns gegenüber folgendermaßen:
“Da einen einzelnen Grund rauszustellen ist schwierig. Im Grunde ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Durch die vielen Mitgliederwechsel wurden wir aber zu häufig zurückgeworfen und kamen nur noch schleppend voran. Dass wir inzwischen nicht mehr in unmittelbarer Nähe zueinander wohnen macht es zudem nicht einfacher. Grade wenn man so verschiedene neue Einflüsse unter einen Hut bringen möchte.

Natürlich wäre es viel zu schade, fünf Jahre sinuskurvenartige Bandgeschichte einfach wegzuschmeißen. Aus diesem Grund gibt es für alle Fans die Chance, die Jungs ein letztes Mal live zu erleben. Am Freitag, den 15.03.2013 öffnen alle aktiven und ehemaligen Riverlinees zum letzten Mal den Vorhang um den Abschied im JuZ Aurich in größter Würde zu vollziehen, ab 20.00 Uhr und das für nur 5€!  Als Support fungieren BACKSTABBER, zu guter letzt sorgt das Knallfrosch Elektro DJ Team mit einem bunten musikalischen Potpourri dafür, dass euch nicht die Tränen über die Wangen laufen wenn ihr die Location verlasst.

Wir freuen uns auf ein letztes Mal Riverline, danke an alle Beteiligten!
Hier geht’s zum Facebook Event

André Samuels (2008 – heute)
Daniel Beckmann (2008 – heute)
Konrad Klockgether (2011 – heute)
Bastian Wienekamp (2011 – heute)
Norman Reents (2011 – heute)
Daniel Vollmer (2008 – †2009)
Jelto Gerdes (2008)
Dimitri Weis (2008 – 2011)
Kevin Aden (2009 – 2010)
Eike Bornhuse (2009 – 2011)

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