Ill Nino mit hochkarätigem Begleitprogramm auf Tour

2. April 2013 | 15:05

Ill Nino mit hochkarätigem Begleitprogramm auf Tour

Autor: Stefan

Ill Nino sind mit ihrer “European Epidemic Tour” derzeit auf Tour und machen auch in Deutschland Station. Wir besuchten den Gig im Turock, Essen.

Ill Nino haben fast eine viertel Million facebook Fans weltweit und dies sicherlich nicht nur weil sie schon lange im Geschäft sind, sondern weil sie eben auch absolute Liveperformer sind. Egal welche Location, ob Riesenfestival oder kleiner Club, sie brauchen anscheinend das Bühnenleben wie die Luft zum Atmen.

Mit ihrer “European Epidemic Tour” haben sich Ill Nino erneut ein strammes Programm auferlegt: 27 Gigs in einem Monat, quer durch Europa. Begleitet wird Ill Nino dabei von erstaunlich hochkarätigen Vorbands. Für Deutschland sind dies: Fhobi, Devastating Enemy und Ektomorf.

Der Abend im Turock/Essen fand pünktlich um 19:20 statt, etwas früh für viele die noch an der Garderobe Schlange standen und so den Auftritt von Devastating Enemy aus Österreichfast fast verpassten. Dabei war ihr 25-minütiger Auftritt absolut respektabel.

Nach einer schnellen Umbauphase enterte die Band Fhobi die Bühne. Deren Latino Metal wird stark geprägt durch den recht virtuosen Bass von Guido Fregonara. Eindrucksvoll auch die Performance des Sängers Fabian Rocha Rocha. Von ihm, dem Bad Boy or Good Immortal (Bedeutung von Fhobi), seiner Herkunft, seinen Erfahrungen und den daraus resultierenden Aussagen in den Songs wäre es Wert gewesen mehr zu erfahren.

Als dritte Vorband bekam dann Ektomorf die Gelegenheit, das Publikum für Ill Nino warm zu machen. Und man kann ihren Auftritt mit einem Wort beschreiben “Jump!”. Ohne Nachlass forderte Zoltán “Zoli” Farkas das Publikum auf, es den Ungarn gleich zu tun: Springen ohne Pause. Aber auch hier ein engagierter Hintergrund: Ihr Song “Outcast” verarbeitet Diskriminierungen welche die Brüder Farkas als Angehörige der Roma in ihrer Heimat erlebten.

Wäre der Abend hier zu Ende gegangen, schon jetzt wäre jeder auf seine Kosten gekommen.

Aber es war 21:50 Uhr und Zeit für den Auftritt des Headliners Ill Nino.
Der Sound von Ill Nino wird getrieben von zwei Percussions. Während Schlagzeuger Dave Chavarri scheinbar die Ruhe selbst ist verausgabte sich Daniel Couto an den Percussions bis zum letzten Schweisstropfen.
Drei Gitarren sorgen bei Ill Nino für den satten Sound.
Fünf Instrumentalisten also, die ständig auf der Bühne in Bewegung waren und hin und her wirbelten. Sänger Cristian Machado stand wuchtig wie der Fels in der Brandung in Mitten dieses Szenarios.
Ill Nino eröffnete den Abend mit “Still hate me” aus ihrem ersten Album “Revolution Revolución”.
Insgesamt trugen Ill Nino 14 Songs vor, davon besonders auch viele ältere bekannte Stücke wie “I am loco”, “What comes around” oder “How can I live”. Mit dem Song “La epidemia” war aber auch ein Vertreter aus ihrem sechsten Album “Epidemia” vertreten.

Cristian Machado peitschte das Publikum immer und immer wieder an und suchte engen Kontakt besonders zu den ersten Reihen. Die Stimmung war wahrhaft auf dem Höhepunkt, sogar Crowdsurfer wagten sich jetzt auf die Bühne. In den Pausen fand Machado warme Worte für Deutschland und beschwor den Zusammenhalt und Respekt in der Metal-Gemeinde unabhängig der Herkunft, Hautfarbe, der politischen oder religiösen Einstellung.
Mit dem Song “Liar” erneut aus dem Album “Revolution Revolución” beendete Ill Nino schließlich den Abend.

Übrigens: Einen Tipp gab Machado einem rauchenden Zuhörer: “Hör auf Zigaretten zu rauchen, das ist ungesund, rauch lieber M…” – ok, das wissen die, die vor Ort waren.

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