Deichbrand 2013 – Nah der Perfektion

1. August 2013 | 15:59

Deichbrand 2013 – Nah der Perfektion

Autor: Jannes

Wetter, Bands, Technik, Organisation, Publikum, Security, Atmosphäre – alles schien in diesem Jahr eine Symbiose eingehen zu wollen, um die Missstände vergangener Jahre vergessen zu lassen.

Danke Deichbrand!
Für die tolle Warmup Party am Donnerstag,
mit der sich Liebhaber jedes Genres perfekt in Stimmung bringen konnten. Für einen unoffiziellen Festivaltag konnte man mit Disco Ensemble, Drunken Masters und The Sorrow ein ziemlich fettes Lineup auffahren, das hat sich gelohnt.

Danke Deichbrand!
Für das tolle Palastzelt,
in dem tagsüber der Poetry Slam und Abends das Elektro-Party-Programm stattfand. Vorteile des Zelts: kein Regen, kein so extremer Sonnenschein, Lichtshows sind jederzeit bestaunbar und meist ist der Sound besser als vor der Bühne. Das gilt hier zwar nicht, wir waren allerdings trotzdem froh über jeden Act den wir hier bestaunen durften.

Danke Deichbrand!
Für diese schönen und großen Bühnen,
die nach dem Debakel im letzten Jahr neu angeschafft werden mussten. Sie haben eine angenehme Größe, ohne in Gigantomanie zu verfallen, sind thematisch schön dekoriert (Feuer & Wasser) und beschallten uns bei jeder Band an den verschiedensten Standorten stets mit glasklarem Sound. Außerdem waren die Wege dazwischen so kurz, dass man problemlos von einer Band zur nächsten hüpfen konnte.

Danke Deichbrand!
Für dieses fantastische Clubshow Publikum.
Entweder Cuxhaven geht einfach generell steil, das abwechselnde Bespielen der Bühnen oder das hauptsächlich deutschsprache Lineup, irgendetwas davon oder ein Teil jedes einzelnen ergab eine Crowd, die jede Textzeile und Sing-/Klatsch-/Tanz- Aktion abgefeiert hat als wäre es ihre letzte. Keine gelangweilten Wartenden am ersten Wellenbrecher, Mosh- und Circlepits bis in die letzten Bereiche der Menge, sogar an Tag Vier. So etwas haben wir noch nicht erlebt.

Danke Deichbrand!
Für diese geniale Security,
die das schon geniale Publikum ständig weiter zum singen, klatschen und tanzen animierten, dabei weiter ihren Job machten und am Ende sogar astreine Feiermassen-Bewässerungstechniker abgaben. Solche netten, freundlichen und enthusiastischen Helfer findet man selten. Auch die Einlässe aufs Gelände und in die Wellenbrecher war fast durchgehend unproblematisch, auch wenn teils sehr lasch kontrolliert und mit unserem Auge betrachtet zu wenig Leute in die vordersten Bereiche gelassen wurden.

Danke Deichbrand!
Für die vielen deutschsprachigen Bands,
die mit ihren breitgrinsenden Gesichtern kollektive Dankbarkeit bewiesen und es jedem leicht machten noch eine Stufe mehr abzugehen. Oft hört man “Ihr seid die Besten” aber an diesen Tagen war in diesen Worten immer eine Spur mehr Ehrlichkeit zu hören. Casper sprach sogar vom “Besten Publikum seit Jahren“.

Danke Deichbrand!
Für einige besondere Aktionen, die einem vom Auge direkt ins Langzeitgedächtnis schossen. Der erfolgreiche Heiratsantrag bei Kraftklub, einen crowdsurfenden Menschen auf einer Europalette bei den Toten Hosen, den Drummer von Anti-Flag der inmitten der pogenden Menge weiterspielt und unmenschliche Bässe im Palastzelt, die einem den Dreck aus den Ohren pusten.

Danke Deichbrand!
Für einen großen  Campingplatz mit ausreichend Platz, wobei wir uns vorstellen können, dass die Camper auf dem Maisfeld weniger Spass hatten als wir auf dem schönen Grasuntergrund. Sanitäre Anlagen waren in unserem Bereich genug vorhanden, fast durchgehend benutzbar und sogar die Dixis wurden bis Montag Mittag in Betrieb gehalten, das ist phänomenal.
Da die Sonne dem ein oder anderen die ein oder andere Hirnzelle verbrannte, gab es am Sonntag eine schöne Wasserschlachtparty an den Waschstellen, die bei den Temperaturen die perfekte Abkühlung boten.

Danke Deichbrand!
Für diese tolle Organisation
Für eingehaltene Zeitpläne
Für keine übertriebe Polizeipräsenz

Danke Deichbrand!
Für eines der besten Festivals in unserer knapp 10jährigen Festivalkarriere

Danke Deichbrand!

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