Rocken am Brocken Teil 2: A monkey needs to dance so do you!

13. August 2013 | 15:47

Rocken am Brocken Teil 2: A monkey needs to dance so do you!

Autor: Stefan

Auch am Samstag präsentierte RaB ein vielfältiges Musikangebot. Höhepunkte waren die Acts am Abend: Die Schweden Johnossi und Druck den Schluck.

Der Samstag begann genauso chillig wie der Freitag. Das Freibad von Elend verzeichnete über 1.500 Besucher und die Gewinner des Fussballturniers wurden geehrt.

André Becker alias Herr Lehmann spielte “deutschsprachige Herzmusik” auf der Zeltbühne, manche hatten sich Sonnenstühle mitgebracht und lauschten entspannt zu.

Mit Radio Havanna kam dann schon etwas Schwung vor die Bühne. Sänger Fichte widmete als stolzer Vater den zweiten Song seiner gerade geborenen Tochter. Radio Havanna spielen Punkrock mit politischen Aussagen. Im Laufe des Konzert enterten dann auch Fans die Bühne und hielten Plakate z.B. gegen Neo-Nazis hoch. Insgesamt ein sehr guter Auftritt, bezeichnend, dass sie mittlerweile als Vorband bei den Toten Hosen eingeladen worden sind.

Malleus spielten dieses Jahr bereits auf dem Hurricane Festival, ein sehenswertes Video davon ist auf der ihrer Facebook Seite zusehen. Malleus spielten hervorragenden Vintage-Rock in erstaunlicher Reife. Mallleus kommen aus Hamburg, haben ihre Wurzeln aber im Harz und so sangen sie: “Das wir Harzer sind, das weiß ein jedes Kind, wir reißen Bäume aus wo keine sind.”

Mit den Skatoons kam dann Ska Musik auf die Bühne. Die Skatoons, dass waren acht Musiker (Gitarrist Hennning musste leider zuhause bleiben) die jedes Tanzbein zum Schwingen bringen und Bewegung vor die Bühne brachten. Mit ihrem Song “Kotzen” verabschiedeten sich die Hamburger von einem ausgelassenen Publikum.

Weiter mit Punk-Ska ging es dann mit Feine Sahne Fischfilet auf der Zeltbühne. FSF hatten gleich zu Beginn eine grüne Rauchfackel gezündet und dem Publikum übergeben. Damit war deutlich, hier geht es etwas direkter zu. FSF sieht sich als politische Band, ihre Songs sind klar gegen Neonazis gerichtet. Tatsächlich wird diese Band aber vom Verfassungsschutz beobachtet und im letzten Verfassungsschutzbericht wird dieser Band unverhältnismäßig viel Aufmerksam gewidmet. Schlimm ist es, wenn aufgrund dieser Berichte Auftritte wie in Riesa vom Veranstalter plötzlich abgesagt werden.
Eine zukünftige Braut feierte ihren Junggesellinnen Abschied auf dem RaB und wurde auf die Bühne getragen um dort ausgiebig mit Jägermeister anzustoßen. Nach einem Lied bekam sie dann eine blaue Rauchfackel in die Hand gedrückt und durfte als Crowdsurferin eine Ehrenrunde drehen. Auch Sänger Jan „Monchi“ Gorkow wagte den Sprung in die Menge, war dann eine Weile verschwunden und tauchte aber wohlbehalten wieder auf der Bühne auf. Das Publikum hätte gerne Zugaben gesehen, der enge Zeitplan lies dies aber nicht zu.

Mit Bakkushan trat danach der erste Headliner des Tages auf der großen Bühne auf. Bakkushan spielten in etwas neuer Besetzung unter anderem auch Songs aus dem neuen Album “Kopf im Sturm”. Die gute Stimmung übertrug sich wieder auf die Security und für Ramona aus dem Publikum wurde extra zum Geburtstag gesungen.

Huricane Dean auf der Zeltbühne war im Nachhinein für viele die positive Überraschung vom RaB. Zwar musste Ian Bleeke mit einem gebrochenen Arm spielen doch ihre Mischung aus Indie Rock und dunklem New Wave-Sound kam extrem gut an.
Wer die vier Ostfriesen in der Region wiedersehen möchte kann dies am 14. September beim Summertime Festival in Wolfenbüttel.

Zeit für Johnossi auf der grossen Bühne. Das Bühnenbild hatte sich geändert, drei große Silberscheiben leuchteten im Hintergrund, rechts und links waren Podeste für Schlagzeug und Keyborad aufgestellt.
John Engelbert und Oskar “Ossi” Bonde wurden verstärkt durch den Keyboarder Martin Hederos und dies tat dem Sound definitv gut. Johnossi spielten neue Songs aus dem Album Transitions aber auch dem alten Klassiker “Man must dance”. Vor der Bühne war es jetzt sehr voll, es wurde ausgelassen gefeiert, die schwedische Fahne wehte, ein Delphin schwamm auf der Menge und ein Monkey hüpfte auf und ab.

Benny und Kraatz aus Berlin nennen sich Herr von Grau und machen Rap. Es ist absolut erstaunlich, mit welcher Schnelligkeit und ohne sich zu verhaspeln Benny die Texte raushaut. An dieser Stelle daher mal zum Nachlesen etwas aus dem Song “Nicht Jeder”

Auch wer mal was verkehrt macht, hat mal verkehr.
Nicht jeder, der verkehrt fährt, fährt auf ‘nem Pferd.
Nicht nach jedem Klaren hat sich einfach alles geklärt.
Nicht jeder, der sich mal beschwert hat schon die Schwerter geschärft.
Nicht jeder feine Herr ist immer beherrscht.
Nur weil man Marken trägt, muss das nicht heißen, dass man was merkt.
Schon weils den zwanzigsten April gibt ist der erste kein Scherz.
Nicht jedes neue Jahr begrüß ich mit Yeah.

Ein letzter Act stand noch auf der Hauptbühne an und es war schon verrückt, was Schluck den Druck dort anstellten.
Mit Schokolade für die Fans, einer 10 Liter Essig-Parfüm Flasche in der Wall of Death und einer ordentlichen Sektdusche war alles vertreten. Gefeiert wurde im wahrsten Sinne “Im Rausch mit Freunden”.

RaB hatte an allen Tagen ein wirklich breites musikalisches Angebot aufgefahren. Eigentlich war für jeden etwas dabei gewesen. Die Headliner (Donots, Johnossi, Druck den Schluck) des Abends waren wahrhafte Stimmungsmacher, angenehme Temperaturen und die sympathischen Jungs von der OKS Security machten das gesamte Festival zu einer gelungen Sache !

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